Die Geschichte der Textilstickerei

05.09.2017

Die Ursprünge der Stickerei:

Die Stickerei hat eine sehr lange und faszinierende Geschichte vorzuweisen. Es wird angenommen, dass die Assyrer die Kunst des Stickens zuerst für sich entdecken konnten. Der Textilstick wurde schließlich auch bei den alten Griechen beliebt. Sie verfeinerten die Stickereien und prägten somit bedeutend Ihre Kultur. 

Generell symbolisierte die Stickerei bestimmte Ansichten und Überzeugungen eines Volkes. So wurden Stickereien in der Antike als bildhafte Ausdrücke sprich Talismane aufgefasst, da sie gegen dunkle Mächte und böse Geister wirksam sein sollten.
Im alten Ägypten nahm die Stickerei eine besondere soziale Stellung an, da sie gerne von der königlichen Herrschaftsfamilie für die Veredelung von Kleidern verwendet wurde.

Das Stickerei-Handwerk war ebenso in Indien und in arabischsprachigen Raum ein wichtiges Bestandteil der Kultur.

Auch China hat bezüglich der Stickerei eine interessante Geschichte vorzuweisen.
Die Stickkunst war besonders fein und ausgeklügelt. Es wurden Muster mit verschiedensten Gewebearten, wie Seide, Baumwolle oder Wollgarnen verziert. Sehr bunte Stickereien sind beispielsweise aus der Jue-Stickerei in Guandong bekannt. Die Chinesen haben in Stickereien Raubtiere, Vögel, Fische, Landschaften, aber auch Drachen und Vögel festgehalten.

 

Anfänge der Stickerei in Europa.

Nach Europa gelang die Kunst des Stickens vor allem aufgrund der Handelsbeziehungen Englands mit dem Orient.

Im Mittelalter befassten sich die Priester mit der Stickerei, sodass die Stickerei ein wichtiges Bestandteil des Allgemeinwissens in Klöstern wurde.

 

Die Entwicklung der Stickerei in der Neuzeit.

Mit zunehmendem Bildungsniveau stieg die Beliebtheit des Stickerei-Handwerks. Sowohl in England, als auch in der ehemaligen Region Burgund im Zentrum Frankreichs war die Stickereikunst sehr beliebt und blühte dort im 14. und 15. Jahrhundert.

Im Zeitalter des Biedermeiers ab 1815 spielte die Stickerei als Freizeitbeschäftigung eine bedeutende Rolle. Sowohl bürgerliche, als auch adlige Frauen haben im Alltagsleben Stickereien für verschiedene nützliche Zwecke zum angenehmen Zeitvertreib angefertigt.

 

Die Stickerei in der heutigen Zeit.

Heutzutage sind Stickereien aus der Mode und als hochwertiger Werbeträger nicht mehr wegzudenken. Die Veredelungsart zeichnet sich durch eine hervorragende Strapazierfähigkeit und ihre Ansehnlichkeit aus. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Stickereien mit dem Stoff zu vereinen. Besonders häufig findet bei der Textilveredelung die Direktbestickung statt. Auch der 3D Stick gewinnt zunehmend an Bedeutung, da Spielereien und ausgefallene Looks in der Modebranche häufig eingesetzt werden.

So ist es beispielsweise in der Hip-Hop Szene zeitgemäß dreidimensional bestickte Caps zu tragen. Neben herkömmlichen Direkt-Stickereien kommen auch Applikationen und Aufnäher oftmals zum Einsatz. Das ist schon lange Tradition, insbesondere um dienstliche Rangordnungen überschaubar darzustellen. Textilabzeichen eignen sich wunderbar für Unternehmen, da sie die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe symbolisieren und das Gemeinschaftsgefühl prägen.

Um eine detailgenaue Umsetzung des gewünschten Motivs zu erreichen, wird das Motiv bzw. das Logo in einer speziellen Punchsoftware erstellt und an die entsprechende Stickmaschine übertragen. So lassen sich auch die schwierigsten und filigranen Motive wunderbar umsetzen. Ein Vergleich von Stickereien von früheren Zeiten ist daher nicht besonders sinnvoll, da aufgrund heutiger moderner Technologien selbstverständlich bessere Ergebnisse innerhalb kürzester Zeit erzielbar sind.

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